Eintracht
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5. Glaube

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Im Fundament Deines Bewusstseins liegt der Glaube. Es steht geschrieben: „Jedem nach seinem Glauben“. Doch dies ist nicht jener Glaube, von dem wir sprechen, wenn wir an Religion oder an Gott denken (und das sind übrigens zweierlei Dinge). Wenn wir also von blindem Glauben sprechen: dass wir an etwas glauben müssten, wenn uns das Wissen fehlt, und wenn wir Wissen erlangen, wir des Glaubens nicht mehr bedürfen. Nein, wir sprechen vom Glauben an sich, von Glaubenssätzen, von unterbewussten festen Überzeugungen, die jedem Wissen vorausgehen. Von einem Glauben, der die Grundgesetze unserer Realität bestimmt. Und hier gilt es zu erkennen, dass wir alle, ohne es vielleicht selbst zu bemerken, an etwas glauben.

Die einen glauben an die Wissenschaft, daran, dass der Mensch ein hochentwickeltes Tier ist, andere glauben an religiöse Dogmen, an den „Großvater auf der Wolke, der alles lenkt“, wieder andere glauben an die Macht magischen Wirkens… Doch die meisten Menschen glauben, ohne sich dessen bewusst zu sein, einfach daran, dass die Welt so ist, wie sie ist, wie wir sie sehen, fühlen, messen, und dass sie unabhängig von uns existiert, unabhängig davon, was wir über sie denken, was wir über sie wissen – sie ist einfach da. Und wenn es uns nicht mehr gibt, wird sie unverändert dieselbe sein, nur ohne uns. Das nennt man „objektive Realität“. Doch so verhält es sich in Wahrheit nicht; dies ist lediglich ein Glaubenssatz, eine tiefe, in der Kindheit unbewusst aufgenommene und durch Gewohnheit verwurzelte Überzeugung; die Mehrheit der Menschen glaubt einfach an diese „objektive Realität“, so wie manche an den „Großvater auf der Wolke“ glauben. Doch die Sache ist die,

dass die Formel „Jedem nach seinem Glauben“ ausnahmslos wirkt: Woran Du glaubst, das empfängst Du. Jeder Glaube bestätigt sich, wie jede Wahrheit, selbst durch die Fakten der äußeren Realität. Ausnahmslos jeder.

Auf der grundlegendsten Ebene stellt unsere Realität, wie die Physiker sagen, eine Quantensuppe dar – ein „Gemisch“ aus allen möglichen Varianten der Wirklichkeit. Und einzig das Muster unserer Wahrnehmung, die Art und Weise, wie wir auf unsere Welt blicken, durch welches Prisma (von Glaubenssätzen und Überzeugungen) wir sie erfassen, bestimmt jene konkrete Variante der Realität, die wir durchleben. Ja, diese Varianten tragen unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten der Verwirklichung in sich. Doch wie uns das quantenphysikalische Konzept des QBismus (QBism) lehrt: „In Deiner Realität geschieht mit der höchsten Wahrscheinlichkeit das, woran Du so fest glaubst (wovon Du so überzeugt bist), dass Du bereit wärst, Geld darauf zu setzen.“ In Deiner Realität geschieht das, woran Du glaubst: „Jedem nach seinem Glauben“ – und die Fakten sowie das sie ordnende Wissen sind lediglich Folgen, die aus der Quantensuppe der materiellen Wirklichkeit nach dem Muster unseres Glaubens „auftauchen“.

Mit anderen Worten: Du wirst unaufhörlich und unbewusst nach Bestätigungen für genau das suchen und sie finden, woran Du glaubst. Die Frage ist wiederum nur: Macht Dich Dein Glaube, machen Dich Deine Überzeugungen glücklich? Womöglich hast Du Deine Glaubenssätze einst unbewusst übernommen – von Mutter und Vater, von Erziehern und Lehrern, von Deinem gesamten Umfeld. Doch nun vermagst Du eine bewusste Wahl zu treffen. Die Früchte kritisch zu überdenken, die

Du aus Deinen gegenwärtigen Glaubenssätzen und Überzeugungen empfängst, und – nunmehr in voller Bewusstheit – jenes zu wählen, woran Du in Wahrheit glauben möchtest. Die Wahl des Glaubens bedeutet die Wahl der Realität und der Gesetze, nach denen sie wirkt.

Wer wählt, an die „objektive Realität“ zu glauben, unterwirft sich automatisch den Gesetzen dieser Realität: der Begrenztheit der Ressourcen, der Notwendigkeit des Kampfes um sie, den Gesetzen des Wettbewerbs, in denen das Überleben stets über Moral, Ethik, Liebe und Gerechtigkeit stehen wird. Der Stärkste überlebt. Doch es findet sich immer ein noch Stärkerer, einer mit noch weniger moralisch-ethischen Schranken. Aber auch er wird letztlich verlieren – gegen den stärksten Widersacher: den unausweichlichen Tod. In dieser Realität gibt es nur eine einzige Gewissheit – die Gewissheit der Niederlage, die Gewissheit des Todes als natürliches Ende. Und während Du unaufhaltsam diesem vorherbestimmten Finale entgegenschreitest, bist Du dazu verdammt zu leiden, Dich zu fürchten und nicht zu lieben. Oder auf „Schmerzmitteln“ zu leben, im Versuch, Dich mit irgendetwas vom Schmerz der Ängste und Enttäuschungen abzulenken – mit Essen, Sex, Vergnügungen, Sport, künstlichen Spielen, allerlei Kursen, Trainings, Drogen, Alkohol…

Und das ist „objektiv“. Denn in der „objektiven Realität“ gibt es so viele äußere, von Dir unabhängige Faktoren, dass ein kluger Mensch, sofern er an eine „objektive, unabhängig von ihm existierende materielle Wirklichkeit“ glaubt, schlichtweg Angst und ständige Unruhe empfinden muss, da es unmöglich ist, sie alle zu kontrollieren. In solch einer Realität herrscht per Definition die Furcht. Doch

der Mensch vermag nicht in steter Furcht zu leben, dies widerspricht seiner wahren Natur. Und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich mit irgendetwas zu betäuben…

Und viele fliehen vor dieser Furcht und diesem Leiden „zu Gott“ – zu einem Gott, der genau wie die „objektive Realität“ getrennt von Dir existiert: so ein „Großvater auf der Wolke, der das Regiment führt“. Doch das ist wie „guter Polizist, böser Polizist“. „Gehupft wie gesprungen“. Nun musst Du Ihn fürchten. Und fortwährend herausfinden, was Er von Dir will. Und hier treten zahllose religiöse Egregore und Wesenheiten auf den Plan, die sich von der Glaubensenergie der Menschen nähren wollen. Denn der Glaube ist die Quelle des Lebens, der Glaube ist der Kanal, durch den Energie an das übertragen wird, woran Du glaubst. Und ob Du nun an Gott glaubst, an die Wissenschaft, an einen dritten Weltkrieg oder an einen Präsidenten, der alle rettet – im Grunde ist es einerlei. Du gibst Deine Lebensenergie freiwillig an etwas im Außen ab.

Dies bedeutet nicht, dass Gott nicht existiert. Gott existiert. Gott existiert als das Höchste Potenzial von allem, von allem Seienden, von allem, was je war, ist und sein wird, und zugleich als dessen Quelle. Und zu allen Zeiten gab es Menschen, die sich dem Dienst an diesem Höchsten Potenzial der Menschheit und des Lebens im Ganzen weihten, indem sie dieses Höchste Potenzial als Bedingungslose Liebe definierten, als Ewiges Leben, das über den Tod triumphiert hat, als Höchste Vernunft, Höchste Weisheit, Höchste Kraft und Höchsten Willen, als Höchste Ursache und Quelle von allem und schließlich als Höchste

Anziehungskraft im umfassendsten Sinne. Solche Menschen, die sich dem Dienst an diesem Höchsten Potenzial weihten, nannte man Heilige. Und diese Menschen traten in ihren eigenen, zeitlosen und überkonfessionellen Kontakt mit diesem Höchsten Potenzial und bereicherten durch ihren Dienst und ihren Glauben alle oder eine bestimmte Seiner Eigenschaften: Die einen stärkten den Willen (indem sie 40 Jahre lang im Gebet auf einer Säule oder einem Felsen verharrten), andere die Kraft, durch den Glauben über die Materie zu gebieten („Und wenn euer Glaube wie ein Senfkorn wäre, so sprächet ihr zu diesem Berge: Hebe dich weg, und er wird sich hinwegheben auf dein Wort“), wieder andere erlangten Weisheit, indem sie die Vernunft kräftigten und sie zum Geist erhoben – zum Geist als der Höchsten Form des Bewusstseins. Einige disziplinierten den Verstand. Einige nährten die Freiheit von den Ängsten und Begrenzungen des Körpers, von körperlichen Abhängigkeiten. Einige vollendeten den Körper. Einige erweiterten das Spektrum der Seele. Einige mehrten die Energie. Einige erlangten die Liebe.

Ja, auch dies ist Glaube. Doch dieser Glaube, der dem Ganzen, dem Einen und unteilbaren Seienden geweiht ist, der zu allen Zeiten seinen eigenen Lebendigen Kontakt mit dem Lebendigen, Zeitlosen Gott herstellte und seine Errungenschaften in die Eine Schatzkammer des Geistes einbrachte – dieser Glaube, dieser Lebendige Glaube, erschuf unser aller Höchstes Potenzial, zu dem eines Tages jeder Suchende Zugang erhalten wird: und zwar nicht mehr aus eigenen Verdiensten, sondern aus Höchster Gnade, gewoben aus dem hingebungsvollen Gesamt-Werk dieser heiligen Menschen, das sich über die gesamte Geschichte der Menschheit hinweg zum Bilde des Einen Gottes und Seiner Liebe zu uns fügte, Seiner Gnade als Unser Eines Vater-Mutter-Prinzip gegenüber Seinen Kindern.

Und dieser Glaube erschafft kraft seiner Allumfassenheit die kollektive Realität des Höchsten Potenzials, die kollektive Realität des Paradieses.

Jeder dieser Menschen nutzte seine Gebrechen, seine Begrenztheit als Ausgangspunkt und mehrte die Kraft des Glaubens und die Kraft des Verlangens (und Verlangen ist von größter Bedeutung, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden), ohne sich von der eigenen Schwäche und den Ängsten abzuwenden und ohne zu versuchen, sich wie andere in „Schmerzmitteln“ zu betäuben, sondern ihnen offen ins Auge blickend und täglich das Wagnis eingehend, über diese Grenzen hinauszuwachsen, indem er die Früchte dieses Dienstes nicht sich selbst widmete, sondern der gesamten Menschheit, Ihrem Höchsten Potenzial, Jenem, das wir den Einen Gott nennen, den Einen Vater-Mutter, den Einen Geist, im Bewusstsein, dass all diese erhabenen Eigenschaften ihre kritische Masse nicht jetzt, nicht in dieser Sekunde erreichen würden, sondern in der Zukunft (dem „kommenden Zeitalter“), in einem qualitativ Neuen Bewusstsein, Welches Sich einst als die Ursache von allem erkennen wird. Im Bewusstsein des Schöpfers.

Und siehe, diese Zukunft ist da. Einst – das ist Jetzt.

Du wirst fragen: Warum kann man nicht einfach an sich selbst glauben? Man kann es. Doch vergleiche: den Glauben an sich als ein isoliertes Wesen und den Glauben an Dich als eine einzigartige Manifestation des Einen Gottes, des Einen Lebens, das Sein Höchstes Potenzial verkörpert hat und es in jedem Augenblick durch all Seine einzigartigen

Manifestationen weiter entfaltet, in denen jedes Kind Gottes, jeder Schöpfer seiner Realität, fortwährend in jedem Augenblick die Talente und Gaben weiterentwickelt, die ihm vom Einen Geist-Vater-Mutter geschenkt wurden, und seinen täglichen Beitrag zur Mehrung dieses Höchsten Potenzials leistet, um im Gegenzug für sich die Erneuerte Version des Einen Höchsten Potenzials zu empfangen, ausgetragen von allen Kindern und Teilchen des Einen Körpers in jedem Moment des Einen Jetzt.

Gib zu: Der Glaube an sich als einen getrennten Träger des Bewusstseins, begrenzt durch die eigene Erfahrung, und der Glaube an Dich Selbst als eine einzigartige Manifestation des Einen Gottes, Der das Eine Höchste Potenzial des Einen Zeitlosen Bewusstseins in Sich aufnimmt, ausgetragen von der gesamten Menschheit – das sind zweierlei Dinge.

Wie also vermagst Du an Dich Selbst zu glauben, an Dich Selbst als Schöpfer Deiner Realität – nicht getrennt vom Ganzen, sondern als Gott und geliebtes Kind, als einzigartige Manifestation des Einen Gottes in Deiner einzigartigen menschlichen Gestalt?

Denn der Glaube ist aufs Engste mit dem Wollen und Verlangen verwoben. Wir glauben an das, woran wir glauben wollen. Und umgekehrt: Unsere Wünsche werden von unseren Glaubenssätzen bestimmt. Lass uns die lebensspendende Kraft Deiner Wünsche ergründen.

Quelle: Radomir · «Kommunion der Liebe»

WEBREATH · 11:11

«In jedem Augenblick liegt die Möglichkeit, Gott für Sein unendliches Geschenk zu danken» — Kommunion der Liebe 2

Der Atem ist einer für alle: von ihm lebt jeder Mensch, wer er auch sei und woran er auch glaube. Jeden Tag um 11:11 Uhr Ortszeit halten Menschen sechzig Sekunden inne, atmen und danken GOTT für den Atem — jeder mit seinen eigenen Worten, jeder in sich selbst. In dieser Minute sind wir Ein Atem.

WEBREATH — die Minute um 11:11 Uhr, Ihre Ortszeit — wir sind ein Atem