Eintracht
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7. Gefühle

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Aus der Sicht des alltäglichen Bewusstseins scheint es uns, dass unsere Gefühle (Empfindungen, Emotionen und seelische Regungen) von äußeren Umständen abhängen: aus Gefahr entsteht Angst, aus einem groben Wort – Kränkung, aus einem begangenen Fehler – Schuld, aus der Begegnung mit dem Geliebten – Liebe, aus dem «Fehlverhalten» der Kinder – Ärger und so weiter.

Doch aus der Sicht des Schöpferbewusstseins ist alles umgekehrt – in unserem Bewusstsein existieren bereits unterbewusste (unbewusste, automatisch anspringende) Programme zur Aktivierung dieser oder jener Gefühle und Emotionen. Man kann sie Fühlmuster nennen. Und eben diese Fühlmuster bringen aus der «Quantensuppe» die entsprechenden Umstände hervor (ziehen sie in unsere Realität): Angst gebiert Gefahren und Bedrohungen, Kränkung – den Kränker, Schuld – Fehler, Scham – Beweise Deiner Nichtigkeit, Jähzorn findet, worüber er zürnt, Hass findet sich einen Feind und so fort.

Gefühle sind primär, und äußere Umstände sind sekundär. Verändere Deine Gefühle, und Du wirst Deine Realität verändern.

Dieser Mechanismus ist aufs Engste sowohl mit dem Mechanismus der Verwirklichung unserer Glaubenssätze als auch mit der Physik der Wünsche verbunden. Bestimmte Glaubensannahmen bringen bestimmte Gefühlsmuster hervor, andere Glaubensannahmen – andere. Wie wir bereits sagten, ist der Glaube an

eine objektive, unabhängig von uns existierende Realität mit dem Durchleben einer Fülle von Ängsten verbunden: Angst vor dem Tod, Angst vor dem Leben, Angst vor Verurteilung, Angst vor Fehlern, Angst vor Konflikten, Angst vor Mittellosigkeit, Angst vor Krankheit, Angst vor körperlichem und seelischem Schmerz, Angst um das Morgen, Angst vor Veränderung, Angst um die Kinder, um ihre Zukunft, Angst vor Neuanfängen, Angst vor der Angst…

Infolgedessen konzentrieren sich all unsere Wünsche um das Verlangen, sich selbst und die Nächsten in Sicherheit zu wiegen, sie vor jeglichen Ängsten und Bedrohungen zu schützen, was unter den Bedingungen einer «objektiven Realität» per definitionem unmöglich ist. Und je mehr wir versuchen, uns zu schützen (mehr Geld zu verdienen, mehr Kontrolle, mehr Macht über andere Menschen zu erlangen usw.), desto mehr Anlässe zu Sorgen haben wir, und das Ausmaß der Bedrohungen wächst im Gegenteil nur an. «Je höher der Flug, desto tiefer der Fall».

Der Glaube hingegen daran, dass wir selbst mit unserem Bewusstsein unsere Realität erschaffen, beseelt uns, eröffnet uns weite Möglichkeiten für Inspiration und Schöpfertum, für Interesse an uns selbst, indem er die Leidenschaft des Suchens und Erforschens der Ursache in uns Selbst, der Selbsterkenntnis entfacht, und schenkt uns die Möglichkeit zu lernen, genau jene Gefühle einzuschalten, die wir empfinden wollen, indem wir den Fokus der Aufmerksamkeit unseres Verstandes vom «äußeren» Denken, von der Analyse äußerer Ereignisse hin zur Beobachtung innerer Zustände und zur Selbstreflexion verlagern. Der Glaube daran, dass wir in jeder Hinsicht Schöpfer sind, spornt uns an zu lernen, uns selbst zu beherrschen, indem wir die Programme der Reaktion auf äußere

Reize schrittweise schwächen (und schließlich gänzlich abschalten), und umgekehrt die Fertigkeiten erlangen, unseren Zustand bewusst zu erschaffen – durch das lebendige Wort der Wahrheit, im Gebet, in der Meditation, in der Disziplin des Geistes, im bewussten Beobachten und Verwandeln unserer Gefühle, bis hin zum Erleben der Bedingungslosen Liebe und all Ihrer Nuancen: vom feinen seelischen Erbeben bis hin zur Göttlichen Gnade und Einheit mit allem Seienden.

Das Schöpferbewusstsein verleiht uns eine solche Freiheit des schöpferischen Selbstausdrucks und eröffnet uns solche Perspektiven Höchster Wonne durch das bewusste Steuern unseres Zustands, dass unsere Wünsche uns wie im Wettlauf dazu drängen, uns nur noch dem zu widmen: unsere schöpferischen Möglichkeiten und Talente immer tiefer und weiter zu entfalten, uns selbst zu erkennen, immer neuere Werkzeuge des bewussten Erschaffens zu meistern und das Arsenal der Mittel zur Bewusstseinsarbeit zu erweitern, anwachsend zu einem ganzen Baum der Bewusstseinstechnologien, im Wesen dem Baum des Lebens, dessen süßeste Frucht die Technologie der Liebe wird. Warum Technologie? Weil wir nun imstande sind, Liebe bewusst in Gang zu setzen, sie zu erschaffen, indem wir unser Bewusstsein lenken. Es gibt Schlüsselschritte, bei deren Vollzug wir ein garantiertes Ergebnis erlangen. Was ist dies, wenn nicht Technologie?

Ja, diese Technologie, die Technologie der Liebe, verlangt von uns, zunächst eine Fülle von für uns grundlegend neuen Fertigkeiten zu meistern, die «Feinmotorik des Schöpferbewusstseins» – unseren Verstand zu disziplinieren, indem wir den Aufmerksamkeitsfokus auf die Gefühle richten, zu lernen, unseren energetischen

Zustand zu lenken, indem wir Energieverluste unterbinden und den Zufluss von Lebensenergie mehren, Bewusstseinshygiene zu wahren, bewusst den Glauben an die Vollkommenheit alles Geschehenden zu wählen, indem wir uns Mal für Mal die Schöpferverantwortung in jedweder Lage und unter jedweden Umständen zurückholen, einen beständigen inneren Dialog mit den Höchsten, zeitlosen Aspekten unseres Selbst zu finden (mit dem Überbewusstsein, der Einen Seele, dem Einen Geist, Gott Vater-Mutter, dem Christus-Bewusstsein, den Göttern-Ahnen und Göttern-Lehrern, mit unserem Höheren Selbst), die Ursache alles Geschehenden einzig in uns selbst zu suchen und zu finden, täglich unsere Gaben zu entfalten, uns am Kompass der Wonne und nicht der Pflichten auszurichten – kurzum, zu lernen, aus der Freude zu leben und nicht aus Angst und Pflichtgefühl («und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern»), und noch viele, viele andere, an innerer Kraft und Wirksamkeit gewaltige, doch vom inneren Empfinden her ganz leichte – mit einem Wort: großartige und wundervolle – Bewusstseinsfertigkeiten –, weshalb all dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird; sei also auf diesem Weg nicht allzu streng und fordernd mit Dir Selbst, denn am Ende wird dies alles belohnt durch den Zugang zu den Höchsten Realitäten und zur Höchsten Wonne, die unserer gottmenschlichen Natur eigen ist – der Absoluten Bedingungslosen Ewigen Liebe.

Und das Wichtigste an dieser Technologie, der Technologie der Liebe, ist, dass wir Liebe – wahrhaft ein Lebendiges Paradies – mitten in jeder Hölle erschaffen und jeden Schmerz, jedes Leiden und jedes Bangen in ihr höchstes Potenzial erheben können – in immer neue

Facetten unserer Gaben und Nuancen des grenzenlosen Regenbogens der Göttlichen Liebe.

Das vermögen nur Götter. Und wir beide werden dies lernen, Mein geliebter Freund.

Es liegt in Deiner Natur. Man muss es nur sehnlich wollen und einfordern. Deinen Weg einfordern. Bekunde Deinen Göttlichen Willen zur Erlangung der Freiheit des Geistes, zur Entfaltung der Inneren Wahrheit und zur Aneignung der Fertigkeiten der Absoluten Bedingungslosen Ewigen Liebe!

Somit sind Gefühle primär und äußere Umstände sekundär; der äußere Ereignisstrom ist bloß die Kulisse, vor der sich jene Fühlmuster entfalten, an die wir gewöhnt sind. In Bezug auf das frühere Spektrum der Gefühle (Zorn, Kränkung, Schuld, Angst, Scham usw.) nennt man diese Fühlmuster oft emotionale Ladungen. Diese inneren emotionalen Ladungen bilden sich im Menschen sehr früh, im Kindes- und Jugendalter – als Folge erlebter seelischer Traumata, und im späteren Leben wiederholen sie sich zyklisch, rufen in uns immer wieder dieselben Emotionen hervor, wenn auch vielleicht mit neuen Menschen und unter neuen Lebensumständen. Die Kulissen wechseln, das Wesen des Erlebens bleibt dasselbe – bis der Mensch beginnt, die Ursache alles Geschehenden in sich und einzig in sich zu suchen und anzuerkennen – sich der

Selbstreflexion, der Selbsterkenntnis widmet, diese «Ladungen» aufdeckt und sie «entschärft».

Und wie es in jenem Witz heißt: «Für die Psychotherapie braucht man fünf Jahre.» Doch mit Gott, mit dem Architekten unseres Bewusstseins, nimmt dieser Pfad, der Pfad der Heilung, nur wenige Minuten, ja Augenblicke in Anspruch. Eben für diese Heilung, Verklärung und Transformation unseres Bewusstseins bedürfen wir Gottes. Nicht um uns fortwährend mit den negativen Folgen herumzuschlagen, sondern um die Ursache selbst zu beheben. Darauf vor allem sollte unser Gebet gerichtet sein:

«Herr, unser Vater, lehre uns, in allem und allezeit, in allen Lebenslagen, die Ursache in uns und einzig in uns zu suchen – und haben wir sie gefunden, sie zu wandeln», –

gibt uns der Archimandrit der Dreifaltigkeits-Sergius-Lavra, Vater Kirill (Pawlow), ein zeitgenössischer Heiliger und Wundertäter, ein. Und der Sinn dieser «Berichtigung» liegt nicht darin, sich selbst umzumodeln, sondern darin, indem man die Ursache in sich annimmt, indem man die Schöpferverantwortung für seine Schöpfungen übernimmt, sich selbst zu beherrschen, die Macht zu sich zurückzuholen und sie durch seinen Glauben nie wieder an äußere Objekte, äußere Ursachen, äußere Kulissen abzutreten, seien es Menschen oder «objektive Umstände».

Die frohe Botschaft – und der beseelende Teil dieser inneren Arbeit – besteht darin, dass wir am Ende

erkennen, dass all unsere Erfahrung vollkommen ist und dass selbst diese anfänglichen «emotionalen Kindheitstraumata» oder, wie Psychologen sagen, «Wurzelepisoden», in denen sich diese oder jene emotionalen Ladungen bildeten, nach unserem eigenen Wunsch dort angelegt wurden, von uns im Voraus «geplant» waren, von unseren höheren Aspekten, von unserer Göttlichen Essenz, als Seelenerfahrung, die für ihr Werden und das Erlangen von Weisheit unabdingbar ist. All dieses «Zu-wenig-geliebt-Wordensein in der Kindheit», von dem Psychologen oft sprechen, war meisterhaft inszeniert, damit wir nach einer gewissen Zahl von Wiederholungen der negativen Erfahrung, ohne jegliche äußere Lösung zu finden, uns nach innen wandten und lernten, Liebe selbst zu generieren, Sie zu erschaffen, statt mit ausgestreckter Hand umherzulaufen und Liebe von anderen, ebenso bedürftigen Bettlern wie uns zu erbetteln – von Eltern, Partnern, Ehegatten, Freunden…

Gerade aus der Erfahrung unseres fühlenden Durchlebens von Ohnmacht, Ängsten, Schuld, Getrenntheit, Leiden und Kampf – aus der Erfahrung unserer geistlichen Armut, der Scham über die eigene Unvollkommenheit, der Versklavung durch allerlei Laster und Abhängigkeiten – erwachsen die Wünsche nach Stärkung des Geistes: Wünsche nach Erlangung der Höchsten Kraft, der Höchsten Freiheit, des Höchsten Willens, der Höchsten Weisheit, der Höchsten Furchtlosigkeit, der Höchsten Wonne, der Einheit, Ganzheit, Eintracht und Liebe – all jener Qualitäten, die wir Gott als dem Höchsten Potenzial unserer Entwicklung zuschreiben. Und wie wir nun wissen, sind alle Wünsche bereits erfüllt; es ging einzig darum, dass diese Wünsche in uns geboren wurden und erstarkten. Daher

sei Dank gesagt für all unsere Kindheitstraumata und all die Mühsal, der wir auf unserem Lebensweg begegnet sind. Und gerade unsere intensive Fühlerfahrung, besonders die schmerzvolle, diente der Verstärkung dieser Wünsche. Daher sei Dank auch all unseren «negativen» Gefühlen, die uns zwangen, uns nach innen zu kehren, die Ursache in uns zu suchen und zu finden (oder genauer: durch unseren Glauben zu erschaffen). Den Schöpfer in uns. Gott in Uns Selbst.

«Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich», – spricht Christus in der Bergpredigt.

Die Armut des Geistes, sobald sie uns bewusst wird, bringt in uns entsprechende Wünsche hervor, Wünsche «aus dem Gegenteil». Andererseits sind die Wünsche bereits erfüllt. Es bleibt nur, das Resultat einzufordern und es in Gänze zu vernehmen, sein Höchstes Potenzial anzunehmen und Es beim Namen zu nennen. Und genau hier gelangen wir zum Gipfel unseres Bewusstseins, zu unserem «Dach». Welches, beiläufig bemerkt, ohne eine solch grundlegende Vorbereitung hinsichtlich der bewussten Wahl des eigenen Glaubens, des Anerkennens und Abstimmens der eigenen Wünsche und des Umschreibens der Fühlmuster – kurzum, ohne das Anerkennen der Tatsache, dass jeder von uns (mit seinem Bewusstsein) seine Realität selbst erschafft – unter den Bedingungen der gegenwärtigen Instabilität der umgebenden Wirklichkeit leicht auch «ins Wanken geraten» kann, sollte das Fundament des Gebäudes unseres Bewusstseins sich plötzlich als nicht fest genug erweisen. Das Fundament steht, die Wände sind errichtet, gehen wir über zum Dach…

Quelle: Radomir · «Kommunion der Liebe»

WEBREATH · 11:11

«In jedem Augenblick liegt die Möglichkeit, Gott für Sein unendliches Geschenk zu danken» — Kommunion der Liebe 2

Der Atem ist einer für alle: von ihm lebt jeder Mensch, wer er auch sei und woran er auch glaube. Jeden Tag um 11:11 Uhr Ortszeit halten Menschen sechzig Sekunden inne, atmen und danken GOTT für den Atem — jeder mit seinen eigenen Worten, jeder in sich selbst. In dieser Minute sind wir Ein Atem.

WEBREATH — die Minute um 11:11 Uhr, Ihre Ortszeit — wir sind ein Atem