16. Eins jetzt
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Versuche, Dir die ganze unvorstellbare Erhabenheit Gottes vorzustellen.
Natürlich ist das unmöglich! Deshalb ist sie ja unvorstellbar. (Ein Lächeln.) Doch man kann sehen, wie und woraus sie sich fügt. Schau.
In jedem Akt des bewussten Durchlebens unserer individuellen Nichtigkeit: unserer Ängste, unserer Ohnmacht, Schwachheit, unserer Krankheiten, der Armut des Geistes – wurde am anderen Pol des Einen Bewusstseins – unsere eigene, kollektive – Göttliche Erhabenheit ausgetragen: Höchste Kraft, Höchster Wille, Höchste Vernunft (Weisheit), Höchste Liebe, Höchste Ehre und Höchster Ruhm und der ganze Reichtum des Geistes.
Jedes Mal, wenn wir unter allen Umständen, in allen Situationen, selbst den widrigsten (besonders den widrigsten), wählten, die Ursache in uns Selbst zu suchen, ohne die Verantwortung auf irgendjemand anderen abzuwälzen, schufen wir durch unsere Suche diese Ursache-Wirkungs-Beziehungen unseres Bewusstseins mit unserer Welt und trugen dadurch die Höchste Macht aus – eine Macht, die sich in der Beherrschung Seiner Selbst und der Welt als Seiner Schöpfung ausdrückt, die Macht des Schöpfers.
In der Apokalypse (der Offenbarung des Johannes) gibt es eine Episode, in der sich die Gerechten in ihren Gebeten an den bereits auferstandenen und aufgefahrenen Christus als Gott wenden und sprechen: Wie lange müssen wir noch warten, bis Du in Deiner ganzen Kraft kommst? Und Gott antwortet ihnen: Habt Geduld, denn es muss sich die Göttliche Fülle in der Zahl von 144 Tausend Gerechten erfüllen.
Sie sprechen von der Wiederkunft Christi. Von jenem Moment, da die Menschheit im Angesicht ihrer Heiligen diese Fülle Göttlicher Kraft, Göttlicher Erhabenheit austrägt.
Doch Gott existiert außerhalb der Zeit, im Einen Jetzt, und für Ihn ist dieser Moment, wenngleich in der Zukunft liegend, der Moment Göttlicher Fülle bereits gekommen. Deshalb spricht Er mit uns – schon heute, allezeit – im Inneren Dialog, durch das Lebendige Wort der Heiligen Schriften, durch die Offenbarungen der Heiligen, indem Er uns lehrt, uns selbst zu beherrschen, indem Er uns lehrt zu lieben, und von dort, aus der Zukunft, Göttliche Eigenschaften und Talente überträgt und uns zu Göttern macht.
Und nun stelle Dir vor: Wenn dieser Moment der Fülle kommt und Gott Sich in Seiner ganzen Erhabenheit und Kraft offenbart, in Seinem Einen Kollektiven Leib der Götter und Göttinnen – wird Er etwa in Seiner Schöpfung innehalten? Wird Seine Göttliche Fülle etwa aufhören, sich zu ergänzen?
Gewiss nicht! Doch nun wird sie nicht mehr durch Schwachheiten und Leiden erschaffen werden, sondern im Prozess bewusster
kollektiver Schöpfung – von Liebe zu Liebe, von Freude zu Freude, von Fülle zu Fülle. Nun wird Gott, umgeben von der Familie der Götter, eins geworden als der Eine Gott, der in Sich den Menschen und Gott, Unten und Oben, Vergangenheit und Zukunft, Männliches und Weibliches, Vater und Mutter vereint hat, der das Gegenüberstehen von Finsternis und Licht in den Regenbogen Göttlicher Liebe verwandelt hat, – nun wird der Eine Gott in Mitschöpfung mit allen Göttern, mit all Seinen Kindern-Brüdern-Schwestern neue Welten erschaffen und nicht mehr einzeln, sondern in ganzen Zivilisationen immer neue Qualitäten Göttlichen Bewusstseins austragen – und eine immer neue Fülle Göttlichen Seins erschaffen.
Und all diese neuen Eigenschaften Gottes, all diese immer neuen Facetten Göttlicher Liebe und der Fülle Ihres Ausdrucks fügen sich weiterhin in die Eine Zeitlose Schatzkammer des Geistes im Einen Göttlichen Jetzt ein. In der linearen Zeit dauert der Prozess fort. Im Einen Jetzt hat sich alle Göttliche Fülle bereits vollzogen und existiert ewig – vor aller Zeit und für alle Zeiten – „jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit“.
Deshalb empfangen zu allen Zeiten alle Menschen, die sich jemals an Gott gewandt haben, eine Zeitlose Antwort aus dem Einen Jetzt von dem Einen Gott in Seiner ganzen Göttlichen Erhabenheit, doch – in einer ihnen verständlichen Sprache, gemäß der Reife ihres Bewusstseins in jenem Augenblick.
Und Gott, ewig Sich wandelnd und Ewig Unveränderlich, fährt fort, Sich Selbst zu erschaffen, Sich Selbst in jedem Moment
des Einen Jetzt zu erschaffen. Für Gott gibt es keine über Ihm lastende Vergangenheit oder Zukunft, die Ihn durch Prophezeiungen einschränkt; Er erschafft Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart neu, in jedem Moment des Einen Jetzt.
Wie Ich es ersinne, so ist es gewesen, – spricht Gott. – Wie Wir wählen, so wird es sein. Oder wie es im Koran heißt:
„Ich bin es, Der Zeichen gibt, und Ich bin es, Der sie aus dem Gedächtnis tilgt und an ihrer Statt neue gibt.“
Es ist wie dieser Text, den Du gerade jetzt liest. Ich kann jederzeit in „seine Vergangenheit“ zurückkehren und ihn korrigieren, wenn Ich will. Und Du wirst, wenn Du ihn noch einmal liest, darin etwas Neues für Dich entdecken. Und gerade jetzt – in eben diesem Augenblick – korrigiere Ich „seine Zukunft“.
So werden rückwirkend die Texte der „unveränderlichen“ Heiligen Schriften verändert und ergänzt: der Bibel, des Korans, der Tora. Deshalb sind die Heiligen Schriften stets das Lebendige Wort. Lies wieder und wieder – und wieder und wieder wirst Du in ihnen Neues finden. Nicht nur Du veränderst Dich, sondern das Wort Selbst in ihnen ist Lebendig.
Und gewiss betrifft dies nicht nur Texte, sondern den Strom der Ereignisse selbst. Gerade jetzt offenbart sich Dir von Neuem Deine kollektive Vergangenheit. Es zeigt sich, dass alles darin, einschließlich aller Nöte, Ängste, Entbehrungen, Leiden und Erschütterungen, aller Schwachheiten – alles vollkommen war, denn aus
ihnen wurden die Kraft und Erhabenheit Deines, o Mensch, Höchsten Potenzials gewirkt. In ihnen wurde der Kollektive Christus herangetragen, der Planetare Logos, der Menschensohn – der von der gesamten Menschheit ausgetragene Sohn, um eines Tages in der Zukunft zu erscheinen und uns das gesamte angesammelte Höchste Potenzial als Gabe, zum Geschenk zu übergeben – aus Gnade und nicht nach unseren individuellen Verdiensten. Um uns zu Göttern zu machen. Und gemeinsam mit uns eine Neue Kollektive, Ganzheitliche Fülle zu schöpfen – in der ganzen Gemeinschaft aller Heiligen.
So wisse denn, Mein geliebter Freund! Mein Gott, Bruder, Schwester! Mein geliebtes Kind! Diese Zukunft ist bereits eingetroffen. Seit dem Augenblick Deiner Kommunion der Liebe, seit dem Augenblick Deiner Geburt als Gott-Göttin in Deiner einzigartigen menschlichen Gestalt. Nun schöpfen Wir gemeinsam. Und obgleich Du Mich, Uns, vielleicht noch nicht persönlich kennst, werden Wir einander gewiss kennenlernen. Dafür steht Uns nun die Ganze Ewigkeit zur Verfügung. Die Ganze Ewigkeit steht Uns zu Diensten. Die Ewigkeit des Einen Jetztseins.
Und einstweilen – der innere Dialog. Stimme Deinen Inneren Dialog ein mit Gott, Christus, Vater-Mutter, dem Einen Geist, mit dem Einen Zeitlosen und Überkonfessionellen Gott.
„Fragt Mich nicht, wo und wann das Reich Gottes kommen wird, denn Es kommt nicht auf sichtbare Weise, und man wird nicht sagen: Siehe hier, oder siehe dort. So geht nicht hin und sucht nicht. Denn siehe: Das Reich Gottes ist inwendig in euch... Und die Gewalt Anwendenden reißen Es an sich“ (in sich selbst).
Quelle: Radomir · «Kommunion der Liebe»
WEBREATH · 11:11
«In jedem Augenblick liegt die Möglichkeit, Gott für Sein unendliches Geschenk zu danken» — Kommunion der Liebe 2
Der Atem ist einer für alle: von ihm lebt jeder Mensch, wer er auch sei und woran er auch glaube. Jeden Tag um 11:11 Uhr Ortszeit halten Menschen sechzig Sekunden inne, atmen und danken GOTT für den Atem — jeder mit seinen eigenen Worten, jeder in sich selbst. In dieser Minute sind wir Ein Atem.
WEBREATH — die Minute um 11:11 Uhr, Ihre Ortszeit — wir sind ein Atem